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Artnachweise mitteleuropäischer Reptilien und Amphibien

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  • #16
    Ach so, ich denke gleich ein Unterforum einzurichten wäre bei dem jetzigen Stand der Dinge vll noch ein bisschen übertrieben
    Q>Q!

    diverse arboreale Reptilien

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    • #17
      Zitat von EmHaGeh Beitrag anzeigen
      Ist das wirklich dein Ernst? Also ich frage nochmal, ist das dein Ernst?
      Ja ist es, wieso?

      Melden könnten alle DGHT-Mitglieder, die sich vielleicht nochmal extra dafür registrieren.
      Die Nachweise im BaWü-Buch sind auch relativ detailierte Fundortangaben, jedoch ist mir von einem Wegfangen der Tiere nichts bekannt. Eine Online-Version davon wäre sehr viel aktueller, da ständig neue Nachweise hinzukommen. Hierdurch wird ein Einblick in die Bestandsentwicklung der jeweiligen Art gewährt, der durch die Bücher nur bedingt gegeben ist. Wie gesagt, das Ganze funktioniert bei anderen Tiergruppen sehr gut, auch bei Reptilien und Amphibien ist die aktuelle Verbreitungs- und Bestandssituation nur ungenügend geklärt, etwa Vorkommen von Vipera berus in BaWü speziell Schwäbischer Alb und Oberschwaben oder Rückgang der "Pionierarten" Bufo calamita, Bufo viridis und Hyla arborea.

      Und wenn du auf etwas anderes anspielst, ja, ich habe schon so ziemlich alle mitteleuropäischen Arten gesucht, gefangen, fotografiert und teilweise auch gehältert, jetzt arbeite ich im Artenschutz, was für ein Widerspruch...

      Grüße Thomas
      www.terragraphie.de

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      • #18
        Zitat von Pumilio1 Beitrag anzeigen
        Gute Idee, man muss das ganze ja nicht auf 10 m genau machen oder welcher Maßstab schwebte dir vor, Thomas ?

        Nach den letzten Aktionen seitens der DGHT, nein ich spreche jetzt nichts aus, weiß ich aber nicht warum man "Nicht-DGHT-Mitgliedern" weniger trauen sollen

        Viele Grüße
        Benny
        Moin Benny,

        mittels Koordinatendaten (Hoch/Breit-Werte oder Gradangaben), die per GPS oder Google Earth ermittelt werden können, können die Fundorte exakt auf einer Karte eingetragen werden. So läuft' jedenfalls normalerweise.

        Irgendwo muss halt eine Grenze gesetzt werden, denn Einblick in sensible Daten für jeden halte ich dann auch für zu gewagt. Und da liegt die DGHT eigentlich recht nahe...
        Ich kenne natürlich auch eine Menge Leute, die z.B. faunistisch mit Reptilien und Amphibien arbeiten, sich extrem gut auskennen und nix mit der DGHT am Hut haben. Sie arbeiten vornehmlich in Planungsbüros und machen ihr Wissen um Fundorte bzgl. Insektengruppen auch online zugänglich.

        Grüße Thomas
        www.terragraphie.de

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        • #19
          Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
          ... jedoch ist mir von einem Wegfangen der Tiere nichts bekannt.
          In NRW ist mir zumindest von Kreuzottervorkommen was anderes bekannt.
          Ich stehe deshalb offenen Daten eher skeptisch gegenüber.

          B b Harte

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          • #20
            Zitat von Harte Beitrag anzeigen
            In NRW ist mir zumindest von Kreuzottervorkommen was anderes bekannt.
            Ich stehe deshalb offenen Daten eher skeptisch gegenüber.

            B b Harte
            Hallo Harte,

            weißt du zu welcher Zeit sich das zugetragen hat. Ich denke, die Zeiten haben sich etwas geändert, das Bewusstsein für Arten- und Umweltschutz ist gestiegen. Außerdem sind ja fast alle mitteleuropäischen Arten mittlerweile regelmäßig als Nachzuchten zu erhalten.
            Offen wären die Daten ja nur für DGHT-Mitglieder.

            Grüße Thomas
            www.terragraphie.de

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            • #21
              Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
              Hallo Harte,weißt du zu welcher Zeit sich das zugetragen hat.
              Die Hintermänner dieser Aktionen sind immer noch in der Hobbyszene aktiv ... reicht das als Hinweis?

              B b Harte

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              • #22
                Zitat von Harte Beitrag anzeigen
                Die Hintermänner dieser Aktionen sind immer noch in der Hobbyszene aktiv ... reicht das als Hinweis?

                B b Harte
                Hm, ok!

                Mal zwei Gegenbeispiele:

                Vipera aspis im Südschwarzwald: Die einzigen deutschen Fundorte sind bekannt und auch in einschlägiger Literatur nachzulesen (mit Habitatbildern). Trotzdem sind die Bestände nicht durch Wegfang bedroht.

                Parnassius apollo auf der Schwäbischen Alb: Aktuell existieren noch zwei Populationen dieser Art in Baden-Württemberg auf der Ulmer Alb. Die Art hat tatsächlich bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts auch unter Wegfang von Sammlern gelitten, da P. apollo zahlreiche Varietäten/Lokalformen ausbildet. Ausgestorben wäre die Art dann fast wegen Habitatverlust und falscher Pflegemaßnahmen. Mittlerweile geht's wieder bergauf, Wegsammeln ist kein Thema (macht man einfach nicht). Die Fundorte sind ziemlich exakt in den BaWü-Büchern und auch im Internet einsehbar.

                Grüße Thomas
                www.terragraphie.de

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                • #23
                  Mal ein paar Beispiele wie sowas aussehen könnte:

                  http://www.science4you.org/platform/.../maps/index.do

                  http://www.libellenfunde.de/platform.../maps/index.do

                  http://www.schmetterlinge-bw.de/MapS...lient/Map.aspx

                  Grüße Thomas
                  www.terragraphie.de

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                  • #24
                    Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
                    Ja ist es, wieso?
                    Oha... mit der Mitgliedschaft in der DGHT verliert sich also der Drang herkunftsreine Tiere abzusammeln? Interessante Theorie.

                    ja, ich habe schon so ziemlich alle mitteleuropäischen Arten gesucht, gefangen, fotografiert und teilweise auch gehältert, jetzt arbeite ich im Artenschutz, was für ein Widerspruch...
                    Mir ist ehrlichgesagt ziemlich egal was du schon gemacht hast und das spielt hier auch absolut keine Rolle. Ich kann dir nur sagen, dass die einzigen Leute von denen ich weiß bzw. gehört habe, dass sie Tiere der Natur entnehmen bzw. jüngst entnommen haben DGHT Mitglieder sind. Die ganzen Farbzuchttierquäler juckt die Sache mit Herkunft wohl nicht... ich will hier nix verallgemeinern und niemanden über einen Kamm scheren. Ich sage auch nicht, dass DGHT Mitglieder Tiere absammeln. Du hast jedoch mit einer Verallgemeinerung begonnen, die nicht dem entspricht, was ich in den letzten Jahren erfahren habe.

                    Grüße

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                    • #25
                      Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
                      weißt du zu welcher Zeit sich das zugetragen hat. Ich denke, die Zeiten haben sich etwas geändert, das Bewusstsein für Arten- und Umweltschutz ist gestiegen. Außerdem sind ja fast alle mitteleuropäischen Arten mittlerweile regelmäßig als Nachzuchten zu erhalten.
                      Offen wären die Daten ja nur für DGHT-Mitglieder.
                      Lieber Thomas,

                      ich sehe das ähnlich kritisch wie Harte und denke auch eher nicht, dass sich die Zeiten grundlegend geändert haben.
                      Und wenn die Leute vor die Wahl gestellt werden 100 Euro für eine V. berus Nachzucht auszugeben und auf einer Karte sehen, dass ja schon 20km weiter welche vorkommen..... Ich denke der %Satz derjenigen die sich hier für die billigere Lösung entscheiden ist verdammt hoch.

                      Philipp

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                      • #26
                        Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
                        Trotzdem sind die Bestände nicht durch Wegfang bedroht.
                        Woher weisst du das?
                        Philipp

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                        • #27
                          Hallo!

                          Nunja, wie ich oben schon schrieb, hielt ich es für wichtig eine Grenze zu ziehen. Ich dachte eigentlich, dass man als DGHT-Mitglied ein gewisses Verantwortungsbewusstsein mitbringt und sich der Tatsache bewusst ist, dass fast alle Arten gefährdet sind und man sie dort lassen sollte wo sie sind.
                          Folgende Arten sind ja sowieso schon regelmäßig als NZ zu erhalten: Salamandra salamandra, Triturus ssp., Bombina variegata, Pelobates fuscus, Bufo calamita, Bufo viridis, Hyla arborea, Emys orbicularis, Natrix natrix, Natrix tessellata, Zamenis longissimus und Vipera aspis. An weiteren Arten besteht fast keinerlei Interesse seitens der Terraristik, z.B. Salamandra atra, Alytes obstetricans, Rana lessonae-Gruppe, Rana temporaria, Rana dalmatina, Rana arvalis, Bufo bufo und Anguis fragilis.
                          Kritisch könnte es bei Vipera berus und Coronella austriaca werden.

                          Naja, ich denke sowieso nicht, dass ich hier als einfaches DGHT-Mitglied irgendwas bewirken kann, man ist ja auch mit "wichtigeren" Dingen beschäftigt. Ich wollte nurmal dazu anregen darüber nachzudenken, ich denke es lohnt sich.

                          Grüße Thomas
                          www.terragraphie.de

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                          • #28
                            Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
                            Folgende Arten sind ja sowieso schon regelmäßig als NZ zu erhalten
                            Vorsicht: NZ ja, gesicherte Herkunft? Am Ende glauben die Hardcore Naturzüchter doch nur an die Herkunft, bei der sie selbst oder der beste Kumpel beteiligt war... ja, leider ist das so.
                            Ich glaube dieser Aspekt ist bei den Fängern wesentlich stärker vertreten als die Sache mit dem Preis. Versorgung der WF, Unsicherheit bei der Eingewöhnung etc. lassen den Preis relativ schnell nebensächlich werden.

                            Ich wollte nurmal dazu anregen darüber nachzudenken, ich denke es lohnt sich.
                            Versteh mich nicht falsch, dein Gedanke ist in einer idealen Welt mehr als löblich. Und aus egoistischer Sicht würde ich eine solche Quelle lieben: Samstags früh bei Zeiten Kamera gepackt, ins Auto gesetzt, nen super Tag in der Natur gehabt und vielleicht wieder mit meinem 400er ne Berus abgelichtet. Das Problem hatten wir schon diskutiert - was wenn allein das jeder machen würde; jeder der dank digitaler Spiegelreflex genauso ein selbsternannter Hobbyphotograph ist wie ich... schwierig.
                            Mir hat deine Annahme ehrlichgesagt sauer aufgestoßen, dass man den Fang oder nicht-Fang anhand einer Mitgliedschaft festmachen könnte. Ich denke eine bessere Variante wäre es, nur solchen Leuten Zugang zu gewähren, die selbst Daten liefern. Weiterhin könnte man jede Abfrage von Fundorten an den Benutzernamen koppeln und loggen. Auch das schützt vor Fang nicht, aber man hat wenigstens das Gefühl man wird beobachtet. Ich persönlich hätte kein Problem Fundorte an offizielle Stellen zu melden, ohne dafür Daten einsehen zu können.
                            Die wirklich Unbelehrbaren haben sowieso ihre Netzwerke und tauschen Fundpunkte entsprechend aus - ich denke man sollte jedoch Leute nicht erst dadurch in Versuchung führen, dass man Fundpunkte auf dem Silbertablett serviert.

                            Grüße

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                            • #29
                              Hallo!

                              Eigentlich würde es dabei auch eher darum gehen, eine aktuelle Einschätzung zur Bestands- und Verbreitungssituation der jeweiligen Art zu bekommen und weniger darum, Arten an bekannten Plätzen aufzusuchen. Mir ist auch klar, dass das aber nicht ausbleiben wird. Ein Vorteil der Insektengruppen ist halt auch, dass sie deutlich mobiler sind, nicht gehalten werden und meist in großer Individuendichte auftreten. Das Sammeln durch Töten, gerade zu wissenschaftl. Zwecken, ist hier Gang und Gäbe (z.B. Laufkäferfallen), eine Bestimmung eben oft auch nur am präparierten Tier möglich, den Populationen schadet das in aller Regel nicht. Zudem ist das Wissen über die Verbreitung vieler Insekten noch deutlich fragmentarischer als jenes über die Verbreitung der Reptilien und Amphibien.
                              Ich finde es trotzdem schade, dass der Vorschlag auf so wenig Gegenliebe stößt und die Gründe dafür in Misstrauen für die eigenen Reihen liegen. Wer, wenn nicht die DGHT, als offizielle Stelle, sollte so etwas auf den Weg bringen? Andere Monitoring-Websites wurden ebenfalls aus den entsprechenden Vereinen heraus gegründet, ein Missbrauch der Daten wäre dort undenkbar.

                              @Philipp: Vipera aspis ist in BW natürlich potentiell durch Wegfang gefährdet und natürlich weiß auch niemand, ob das nicht auch schonmal geschehen ist, aber was Aufforstung, Hochwaldnutzung, Bannwälder und Sukzession anrichten, kann kaum durch Fang erreicht werden.

                              Grüße Thomas
                              www.terragraphie.de

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                              • #30
                                Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
                                die Gründe dafür in Misstrauen für die eigenen Reihen liegen. Wer, wenn nicht die DGHT, als offizielle Stelle, sollte so etwas auf den Weg bringen?
                                Ich denke das Misstrauen beruht auf Erfahrung. Die DGHT an sich ist doch keine offizielle Stelle. Ich kann morgen Mitglied werden, in die Liste schauen, und anfangen Fundpunkte abzugrasen. Es gibt dazu weder eine Prüfung, noch sonst irgendwas. Du könntest die Liste auch nur Mitgliedern dieses Forums oder nur Personen zwischen 30 und 40 Jahren zugänglich machen - es ändert imho nichts an der Problematik. Zur Not frage ich halt nen Kumpel in der DGHT, ob er mir mal was raussucht. ;-)
                                Die Leute, die selbst ein Gebiet haben/kennen sind denke ich zum Großteil eher daran interessiert, dass bei ihnen nichts weggefangen wird; ergo wohl auch eher nicht so dem Fang zugetan.
                                Und ich denke sehr wohl, dass der Wegfang von produzierenden Paaren einer kleinen Population erheblichen Schaden zufügen kann.

                                Grüße

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