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Planung Terrarium Pristurus carteri

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    Hallo zusammen,

    nach langem Liebäugeln habe ich mich entschlossen mir dieses Jahr den Traum von einem Pristurus carteri, bevorzugt Lokalität Masirah, zu erfüllen. Für meine bisherige Planung hätte ich gerne Input, ob das so passt oder ich noch etwas ändern muss.

    Gebraucht habe ich mir ein Glasterrarium mit den Maßen 80x40x50cm (LxBxH) geholt, mit 5cm Lochblech je an Front und Decke. Mein Plan ist die Glasscheibe „hinten oben“ inkl. Lochblech raus zu trennen, zu verschmälern und ggf. mit einer Bohrung für eine (Micro)beregnungsdüse zu versehen. Ich habe gelesen, das P. carteri auch gerne „überbraust“ werden, noch dazu ist Masriah (Insel) etwas feuchter, v.a. im Sommer, als der „Inlands-Oman“, deshalb der Gedanke mit der Beregnung. Danach die verschmälerte Scheibe und Drahtgaze wieder einkleben.

    Über die Gaze soll dann eine HID-Lampe, vmtl. LuckyReptile Bright sun 50W (Wattage wird je nach Temperatur am Sonnenplatz noch angepasst); bei Anbringung der Lampe im Terrarium hätte ich Sorge, dass der Gecko doch an die Lampe kommt bzw. der Mindestabstand zur Lampe durch Bodengrund/Einrichtung nicht eingehalten werden kann bei der Gesamthöhe des Terrariums, wenngleich etwas von UV/Licht eingebüßt wird durch die Gaze. Die HID würde ich gerne an einer Kette o.ä. in der Höhe flexibel aufhängen, um bei Alterung (Solarmeter ist vorhanden) den Abstand zum Sonnenplatz verringern zu können und die Nutzung der Lampe zu verlängern. Da habe ich noch keine zündende Idee, wie ich das halbwegs optisch ansprechend gestalten kann, da ich nicht so gern von der Decke im Wohnzimmer eine Kette baumeln hätte. Evtl. eine Art Lichtkasten mit Querstange, von der die Kette hängt und Verblendung zur Front/Seiten. Da wäre ich für Anregungen und Ideen dankbar (eh immer).

    Zusätzlich dann noch 1-2 T5-Röhren für die Grundhelligkeit, diese sollen ca. 1h vor der HID angeschaltet werden, um so etwas wie einen Sonnenaufgang zu simulieren, anders herum dann am Abend.

    An Einrichtung so grob Sand, Kiesel, ein Felsaufbau unter dem Sonnenplatz und evtl. noch ein weiterer etwas seitlich davon. Die Rückwand mit XPS-Platten/Bauschaum und Beflockung mit Sand für felsähnliche Optik. Hat jemand Erfahrung mit direktem Auftragen eines Holzleim-Sand-Gemisches auf Schaum/Platten? Ich hab mich gefragt, ob das auch eine Alternative zu 3 Schichten Dichtschlämmen o.ä. wäre. Im Zweifel mache ich mal einen Test auf kleiner Fläche.

    Zudem möchte ich gerne ein paar Pflanzen integrieren, am liebsten auch wenigstens so grob aus der geographischen Richtung, erste Ideen gehen Richtung Euphorbia, Aloe, Kleinia; da muss ich aber auch noch weiter recherchieren bzw. vielleicht hat da ja jemand eine Idee/Erfahrung?

    Eine weitere Frage ist, ob sich in so einem trockenen Setup ein „Bodenputztrupp“ integrieren lässt; meine anderen Terrarien sind bisher eher feuchter und geeignet für Weiße Asseln/tropische Springschwänze. Eine Idee wäre in den zweiten, nicht von der HID beschienenen Steinaufbau eine Art Höhle zu integrieren (Stabilisierung z.B. durch Bauschaum), in die dann Sphagnummoos eingebracht wird, das dauerhaft leicht feucht gehalten wird (ist evtl. eh gut als „wet box“?). Das sozusagen als Startpunkt für eine Springschwanzart, die auch trockenere Umgebung verträgt, z.B. nach meiner Recherche Seira dowlingi. Ist halt die Frage, wie weit die sich von ihrem Rückzugsort entfernen und putzen; größere Verschmutzungen müssen ja eh per Hand entfernt werden. Aber vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen damit oder noch andere Arten im Sinn.

    Passt mein Plan so grob oder gibt es Dinge, die ich ändern müsste? Zusammenfassend: Gibt es Ideen/Meinungen zu Beregnung/flexibler und halbwegs ansprechender HID-Aufhängung/Holzleim-Sand-Rückwand/Pflanzenwahl/Bodentrupp?


    Vielen Dank und viele Grüße,

    Konrad




  • #2
    Hallo!
    Finde deinen Plan sehr durchdacht.
    Die Vergrößerung der oberen Lüftungsfläche zum Einsatz einer Beregnung ist gut, aber du musst dann ausprobieren, ob das nicht zu feucht wird und ob dir nicht zuviel Grundtemperatur verloren geht. Aber rückbauen bzw. eine Scheibe drüber kleben ginge ja auch noch.
    Die flexible HID-Aufhängung würde ich auch mit einer Stange und einer Blende realisieren.
    Das Holzleim-Sand-Gemisch kannst du direkt auf den Bauschaum auftragen, wenn du ihn vorher per Hand leicht anschleifst.
    Bei den Pflanzen würde ich, ehrlich gesagt, auf die üblichen Verdächtigen (Sukkulenten) aus dem Baumarkt zurück greifen. Wenn die Pflanzen zum Originallebensraum passen sollen, empfehle ich dir das Buch von Beat Akeret.
    Ob der Bodentrupp in dem doch recht trockenen Habitat zurecht kommt, indem ihm ein feuchterer Rückzugsort angeboten wird, vermag ich nicht zu sagen. Die Grundüberlegung ist gut, aber das musst du wahrscheinlich ausprobieren.

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    • #3
      Hallo,
      vielen Dank für deine Rückmeldung! Ja, falls zu viel Wärme verloren geht, würde ich einfach wieder Glasscheiben aufbringen zur Verkleinerung der Lüftungsfläche. Und falls die Automatisierung der Bewässerung zu zu feuchten Ergebnissen führt, wird das Loch einfach verschlossen und nach Bedarf per Hand gesprüht.
      Das Buch von Akeret hab ich auch schon gewälzt sowie ein Tool des Botanischen Garten London ("Plants of the World online"); das hat mir viel Freude bereitet, weil man dort auch nach Ländern suchen kann und einem eine Vielzahl von dort vorkommenden Pflanzen angezeigt wird. Man muss sich natürlich durch den Haufen durcharbeiten und es sagt noch nichts über die Verfügbarkeit aus; aber mein Aha-Moment war, dass Aloe vera ursprünglich aus dem Oman kommt und im restlichen Verbreitungsgebiet erst später eingeführt wurde - also ja, ich schaue nach nicht zu außergewöhnlichen Sukkulenten aus der Gegend, mal sehen, auf was für "Baumarktüberschneidungen" ich noch stoßen werde.
      Wahrscheinlcih wird es wohl auf Tests mit der Bodenpolizei herauslaufen, außer jemand hat dazu noch Erkenntnisse.

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      • #4
        Aloe vera ist natürlich ein guter Gedanke. Könnte mir gut vorstellen, dass der Wurzelbereich dieser Pflanzen auch gut als Basis für die "Bodenpolizei" dienen könnte, da es in dem Bereich ja doch etwas feuchter ist.

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        • #5
          Feuchte Ecke für Bodentrupp funktioniert bei mir in mehreren ariden Becken gut. Dabei kommen vor allem kubanische Asseln zum Einsatz, die auch immer ein gesunder Zusatzsnack sind.
          Kober? Ach der mit den Viechern!




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          • #6
            Läuft bei mir ähnlich. Die sind eigentlich nicht totzukriegen und mit ein bisschen Feuchtigkeit vermehren sie sich sogar noch.

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            • #7
              Vielen Dank für die Rückmeldungen! Das ist natürlich eine gute Idee, Kubanische Asseln wollte ich eh auch als Futter einsetzen, dann dürfen da einige einfach "dauerhaft" einziehen neben der externen Zucht.
              An weiteren potentiellen Pflanzen, die aus der Gegend kommen und hier (gut) verfügbar sind, ziehe ich noch in Betracht: Senecio deflersii (hab ich durch Zufall eine ergattert), Sedum hispanicum, Portulaca oleracea, Cissus quadrangularis (wobei da wahrscheinlich öfter ein radikaler Rückschnitt nötig wäre). Werden bestimmt nicht alle darin Platz finden, sonst sieht es ja wieder aus wie ein Tropenterrarium.

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